Schon durch die Vorstellung oder Wahrnehmung einer Bewegung werden im Gehirn motorische Zentren aktiviert, was zur Folge hat, dass die Muskeln die vorgestellte Bewegung ansatzweise vollziehen. Wenn also die Beteiligten den Zeiger des Ouija-Bretts berühren und eine Bewegung erwarten, dann üben sie unbewusst durch kleinste Muskelbewegungen einen Druck aus und setzen ihn so in Bewegung. Dabei kann der Eindruck entstehen, er bewege sich ganz von selbst.
Eine Erklärung hierbei ist, dass die „Botschaften“ in einem komplizierten gruppendynamischen Wechselspiel zwischen den Erwartungen (Suggestion) der einzelnen Teilnehmer entstehen.
Seit Einführung der Gestützten Kommunikation, die insbesondere bei Menschen mit Autismus und Down-Syndrom angewandt wird, ist wiederholt von Wissenschaftlern auf die formalen und inhaltlichen Parallelen dieser Kommunikationstechnik zu Ouija hingewiesen worden.[1] Vertreter der „Gestützten Kommunikation” weisen diese Kritik zurück. Sie räumen zwar ein, dass ein Teil der dabei entstandenen schriftlichen Ergebnisse möglicherweise auf einem „Ouija-Effekt“ beruht. Dies könne aber durch verbessertes Training der Stützer genannten Helfer verhindert werden.
Ich würde sagen: Ausprobieren!
Beantwortet von
volupp
am
06.10.2010 um 20:13 Uhr