Besten eignet sich gehaltvolle Katzenaufzuchtmilch, die etwa alle 4 Stunden den Jungen mit einer kleinen Pipette und einer Temperatur von etwa 37°C verabreichen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kleinen keine Flüssigkeit in die Luftröhre bekommen, sonst können sie ersticken oder Schädigungen davontragen. Einmal täglich füttern reicht bei einer Handaufzucht nicht aus, denn die Katzenaufzuchtmilch ist nicht so hochwertig wie die Kaninchenmilch und somit reichen die Nährstoffe nicht für 24 Stunden vor. Bei einer Fütterung sollte soviel Milch verabreicht werden, wie die Babys aufnehmen möchten. Je nach Alter und Wachstum des Kaninchenbabys variiert die Milchaufnahmemenge. Nach jeder Fütterung sollte der Bauch in Richtung des Alfters massiert werden, so dass die Verdauung angeregt wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Aufzucht ist die Wärme im Gehege. Am besten über ein Teil des Geheges eine wärmende Stallleuchte hängen, die dauerhaft brennen kann. Sollte keine Stallleuchte vorhanden sein, genügt auch eine Rotlichtlampe. Bei dieser bitte vorsichtig sein, denn sie wärmt um einiges mehr als eine Stallleuchte. Diese immer maximal 15 Minuten brennen lassen und eine Entfernung von 1,5 m sollte eingehalten sein, so dass die Kaninchenbabys nicht verbrannt werden. Nach einer 15-minütigen Brenndauer sollte eine Pause von etwa 30 Minuten eingehalten werden.
Das Gehege sollte mit staubfreiem Einstreu und Heu ausgelegt sein und Versteckmöglichkeiten bieten. Zudem sollten die Kleinen nicht in Zugluft oder in zu kalten Ecken stehen.
Mit einem Alter von etwa 4 Wochen sollte man versuchen den Kaninchenbabys Grünfutter anzubieten, aber weiterhin die Katzenaufzuchtmilch geben. Wird das Grünfutter gut angenommen, kann langsam versucht werden Frischfutter anzubieten, aber bitte langsam und Sorte für Sorte. Das Futter bitte nur zusätzlich anbieten und bis zu einem Alter von etwa 8 bis 10 Wochen immer noch die Katzenaufzuchtmilch füttern.
Beantwortet von
volupp
am
16.07.2010 um 01:08 Uhr